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Dreispuriger Ausbau der L1115 rückt näher

Land steht kurz vor Einigung mit dem Bund über die Aufwertung zur Bundesstraße – Mehrjährige Planungsphase im Anschluss

Wird die L 1115 zur Bundesstraße, könnte sie auf drei Spuren ausgebaut werden. Archivfoto: Alfred Drossel
Wird die L 1115 zur Bundesstraße, könnte sie auf drei Spuren ausgebaut werden. Foto: Alfred Drossel

Großbottwar. Der Bund hat der Aufstufung der L1115 zur Bundesstraße bereits Anfang 2019 zugestimmt – allerdings zur B 313 – diese kommt vom Bodensee und führt zur B10 – und nicht wie in der Vergangenheit kommuniziert zur B29. Nachdem das Verkehrsministerium Baden-Württemberg dem Bund im November 2019 die Unterlagen für die Aufstufung der L1115 übersandt hatte, folgte ein zähes Ringen um Detailfragen, das nun zu einem glücklichen Ende führen könnte. „Wir gehen davon aus, dass bald eine Einigung erzielt werden könnte“, so ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Damit wäre der gordische Knoten zerschlagen. Mit einem Baubeginn in den kommenden Jahren sei jedoch dennoch nicht zu rechnen, zerstreut der Sprecher Hoffnungen.

Bei einem Treffen im Januar 2019 habe man bereits darin Einigkeit erzielt, dass die L1115 zwischen der Anschlussstelle Mundelsheim und Backnang auf einer Länge von rund 15 Kilometern eine überregionale Verbindungsfunktion übernimmt und dem Fernverkehr dient. Deshalb sah man es für dringend geboten an, die Straße zur Bundesstraße aufzuwerten. Ursprünglich war der Ausbau des Landesstraße in drei Planungsabschnitte aufgeteilt gewesen und zunächst der mittlere Bauabschnitt bis zur Phase der Baugenehmigung geplant.

Da nun aber die Straße zur Bundesstraße aufgewertet werden soll, ist eine neue Gesamtplanung erforderlich, da die bisherige Planung nur den mittleren Abschnitt umfasst und zudem nicht mehr den aktuell gültigen Richtlinien und Regelwerken entspricht. Das Verkehrsministerium hat bereits Anfang Februar 2020 dem Regierungspräsidium Stuttgart den Auftrag zum Einstieg in die neue Planung erteilt. Das RP Stuttgart führt deshalb Verkehrsuntersuchungen durch. Weitere Planungsaufträge werden vergeben, sobald der Bund dem Fortgang des Verfahrens endgültig zugestimmt hat. Da für solch große Straßenbauprojekte meistens aber eine mehrjährige Planung erforderlich sei, sei mit einem Baubeginn in den kommenden Jahren noch nicht zu rechnen.

„Wie das Kind heißt, ist letztendlich egal“, sagt der Großbottwarer Bürgermeister Ralf Zimmermann auf Nachfrage. Fakt sei, der Verkehr nehme zu und die Stadt erwarte, dass die Großbottwarer Bürger vor Lärm geschützt werden. „Wir pochen auf die Richtlinien, die für einen Neubau gelten, und nicht auf die für den Bestand“, betont Ralf Zimmermann.

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