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Test nach Online-Anmeldung

Initiatoren aus dem Bottwartal rechnen mit großem Andrang in beiden Kommunen – 400 Tests

Dr. Thomas Rinkler, Katharina Schwarz, Bertold Schneider, Ralf Zimmermann, Markus Kleemann (von links) an der Teststation in Oberstenfeld. Foto: Holm Wolschendorf
Dr. Thomas Rinkler, Katharina Schwarz, Bertold Schneider, Ralf Zimmermann, Markus Kleemann (von links) an der Teststation in Oberstenfeld. Foto: Holm Wolschendorf

Oberstenfeld. Schon Ende letzter Woche standen die Telefone in der MVB-Praxis (Mediziner Verbund Bottwar) die Telefone nicht mehr still. Bei den DRK-Ortsvereinen Oberstenfeld und Großbottwar gab es viele Anfragen per E-Mail. Der Grund: Am 23. Dezember werden in Oberstenfeld und 24. Dezember in Großbottwar wie in 13 weiteren Kommunen im Kreis kostenlose Corona-Schnelltests angeboten. Ab dem heutigen Montag sind dafür Online-Anmeldungen möglich.

Die vielen Anfragen im Vorfeld waren für die Initiatoren, darunter auch die Bürgermeister Markus Kleemann (Oberstenfeld) und Ralf Zimmermann (Großbottwar) Beweis, dass ein großer Bedarf besteht. Doch alle die sich testen lassen wollen, werden wohl nicht zum Zuge kommen. Der Grund: Bei der Corona-Schnelltest-Aktion des Sozialministeriums Baden-Württemberg erhalten die Akteure aus dem Bottwartal lediglich ein begrenztes Kontingent von 400 Schnelltests für beide Tage. Deshalb betonte Bertold Schneider vom DRK Großbottwar jetzt, dass die Tests nur zum Schutz von Risikogruppen genutzt werden sollten. Im Klartext: Sie sollen ermöglichen, dass beispielsweise ältere Menschen an Weihnachten von ihren Verwandten besucht werden können und es somit für diese Gruppe keine einsamen Feiertage werden. Katharina Schwarz vom DRK Oberstenfeld fügte außerdem hinzu, dass ein negativer Schnelltest nicht zum Anlass genommen werden sollte, an Weihnachten auch noch Freunde und Bekannte zu treffen und sich damit einem weiteren Infektionsrisiko auszusetzen.

„Der Test ist nur eine Momentaufnahme“, betonte Schwarz. Dr.Thomas Rinkler vom MVB-Praxisverbund verwies darauf, dass die heutigen Schnelltests recht zuverlässige Ergebnisse liefern. „Sie haben nur noch eine geringe Fehlerquote“, so Rinkler. Die beiden Bürgermeister Kleemann und Zimmermann würdigten den ehrenamtlichen Einsatz der DRK-Ortsvereine und der Arztpraxis, appellierten aber auch gleichzeitig an die Bevölkerung, sich weiterhin an die geltenden Corona-Regeln zu halten und die Kontakte möglichst zu reduzieren. Die DRK-Ortsvereine Oberstenfeld und Großbottwar stellen dabei pro Schnelltest-Termin 25 Helfer zur Verfügung, Unterstützung kommt auch von den Ortsvereinen aus Steinheim und Murr. Die Tests finden dabei auf den Parkplätzen des Bürgerhauses Oberstenfeld und der Harzberghalle Großbottwar statt.

Das Procedere: Die Teilnehmer werden am zuvor online gebuchten Termin in Empfang genommen und nach der Registrierung wird ein Nasen-Rachen-Abstrich gemacht. In einem eigens eingerichteten Bereich warten sie schließlich auf das Ergebnis, das nach fünf bis 15 Minuten eintrifft. Ist das negativ, werden sie entlassen, es wird darüber keine schriftliche Bescheinigung ausgestellt. Bei einem positiven Ergebnis sind die Betreffenden verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben und außerdem zur Sicherung der Diagnose einen PCR-Test in einer Fieberambulanz oder einer ausgewiesenen Teststelle machen zu lassen. Bis dieses Ergebnis da ist, dauert es ein bis drei Tage. In Oberstenfeld auf dem Areal der Feuerwehr beim Bürgerhaus steht dafür der Testcontainer der MVB-Praxis zur Verfügung.

Info: Ab dem heutigen Montag kann man sich unter www.drk-oberstenfeld.de anmelden. Die Termine: Mittwoch 23. Dezember von 9 bis 18 Uhr vor dem Bürgerhaus Oberstenfeld und am Donnerstag, 24. Dezember von 9 bis 12 Uhr vor der Harzberghalle in Großbottwar.

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