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Vor der Sitzung schnell zum Test

Eine ungewohnte Prozedur erwartete Stadträte, Zuhörer und die Presse vor der Großbottwarer Gemeinderatssitzung. Die Stadt hatte entschieden, mit dem Deutschen Roten Kreuz freiwillige Coronatests anzubieten.

Unangenehm, doch nützlich: Bürgermeister Ralf Zimmermann lässt einen Abstrich machen. Foto: Holm Wolschendorf
Unangenehm, doch nützlich: Bürgermeister Ralf Zimmermann lässt einen Abstrich machen. Foto: Holm Wolschendorf

Großbottwar. „Die Mehrheit hat das Angebot wahrgenommen“, so der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Bertold Schneider, der am Mittwochabend in der Harzberghalle die Abstriche vornahm. Geschätzt 80Prozent der Teilnehmer hätten sich testen lassen. Einige hätten ihren Verzicht damit erklärt, dass sie erst kürzlich einen Test gemacht hätten. Unterstützt wurde Schneider von seiner Kollegin Maika Hempfe, die vorab bei jeder zu testenden Person die Körpertemperatur maß. „Ich finde es klasse, dass eine Stadt das anbietet“, freute sich der DRK-Vorsitzende, dass Bürgermeister Ralf Zimmermann auf ihn zugekommen war. Es gelte, die Coronalage weiterhin ernst zu nehmen: „Wir müssen schauen, dass wir der Sache Herr werden, und noch deutlicher machen, dass es sich nicht um eine Lappalie handelt.“

Zu Beginn der Sitzung erklärte Ralf Zimmermann, dass man diesen Service anbiete, um die Sicherheit ein wenig zu erhöhen. Bislang sei kein Test positiv gewesen. Er betonte aber, dass es sich bei den Ergebnissen nur um eine Momentaufnahme handle. Das DRK lobte er für die „schnelle und unbürokratische Zusammenarbeit“. Gemeinderatsmitglied Oliver Hartstang (SPD), der sich ebenfalls hatte testen lassen, stellte einen Antrag, nach dem die Stadt den DRK-Ortsverein bei der Beschaffung von Schnelltests organisatorisch und finanziell unterstützen soll. „Ich finde es gut, dass wir da Rückendeckung bekommen“, so der Bürgermeister. Mit dem Ziel der verbilligten Abgabe von Tests an Großbottwarer wurde der Antrag beschlossen.

Zudem wurde wie in anderen Kommunen die Hauptsatzung geändert. Sitzungen können nun per Videokonferenz stattfinden, wenn es um einfache Gegenstände geht oder schwerwiegende Gründe gegen Präsenz sprechen.

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