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Corona

Bilanz nach einer Woche Ausgangssperre: 260 Verstöße angezeigt

Polizei zieht Bilanz – Rund 8000 Personen kontrolliert

Die Polizei kontrolliert seit 14. April, dass die Menschen zwischen 21 und 5 Uhr morgens nur mit triftigem Grund aus dem Haus gehen. Archivfoto: Alfred Drossel
Die Polizei kontrolliert seit 14. April, dass die Menschen zwischen 21 und 5 Uhr morgens nur mit triftigem Grund aus dem Haus gehen. Foto: Alfred Drossel

Kreis Ludwigsburg. Im Landkreis Ludwigsburg herrscht seit 14. April eine allgemeine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr morgens. Damit die Vorgabe von Land und Kreis auch möglichst eingehalten wird, kontrollieren das Polizeipräsidium und die örtliche Polizeibehörden, wer nachts noch unterwegs ist. Die Polizeireviere im Kreis Ludwigsburg führen täglich entsprechende Kontrollen durch, heißt es von Seiten des Polizeipräsidiums. Seit Beginn der Ausgangsbeschränkung wurden im Kreis im Zusammenhang mit der Coronaverordnung rund 8000 Personen kontrolliert, teilte Sprecher Peter Widenhorn auf Anfrage mit. Die genaue Anzahl derjenigen, die nur hinsichtlich der Ausgangsbeschränkung kontrolliert wurden, liege aber nicht vor.

Bei den Kontrollmaßnahmen wurden 260 Verstöße festgestellt und angezeigt, heißt es von der Polizei. Die meisten gab es an den ersten zwei Kontrolltagen. Am Mittwoch waren es noch 67, am Wochenende insgesamt 98 und am Dienstag nur noch 29.

Dabei bauen die Polizeibeamten nicht nur an wichtigen Hauptverkehrsstraßen Kontrollstellen auf, sondern sind auch mit dem Streifenfahrzeug oder zu Fuß unterwegs. Etwa in innerstädtischen Bereichen. Es werden alle Personen überprüft, die im Zeitfenster der Ausgangsbeschränkung angetroffen werden. Ganz gleich, ob sie zu Fuß oder im PKW unterwegs sind.

Wenn man nach 21 Uhr unterwegs ist, dann hat das meist berufliche Gründe, erklärt Widenhorn. Zwischenfälle habe es kaum gegeben. Dass die Ausgangssperre Wirkung zeige, sehe man auch daran, dass seither keine Beamten mehr zu „Coronaparties“ gerufen wurden.

Widenhorn kündigte an, dass die Kontrollen fortgesetzt würden. Allerdings übernehme das dann der reguläre Streifendienst. Am Wochenende hatte das Polizeirevier noch zusätzliche Beamte für die Überwachung der Ausgangssperre bereitgestellt.

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