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Einzelhandel kommt unter die Lupe

Die Großbottwarer Einzelhändler bekommen derzeit Besuch von Mitarbeitern eines Instituts für Marketing und Kommunalentwicklung. Ziel ist es, ein Einzelhandelskonzept zu erstellen.

Großbottwar. Die Idee stammt von den Freien Bürgerlichen Wählern (FWBV). Die Stadt solle 20.000 Euro in die Hand nehmen und eine Bestandsaufnahme machen lassen, damit man einen Anhaltspunkt hat, wie die Innenstadt gestärkt werden kann.

„Die Idee der Freien Bürgerlichen Wähler haben wir aufgegriffen“, sagt Bürgermeister Ralf Zimmermann im Gespräch mit unserer Zeitung. „Mit dieser Befragung wollen wir herausfinden: Wie ist der Status quo? Wo stehen wir eigentlich? Wo soll es hingehen?“

Deshalb sind seit einigen Tagen Mitarbeiter des Büros Imakomm aus Aalen unterwegs und werden bei den Großbottwarer Einzelhändlern vorstellig. Imakomm ist im Landkreis Ludwigsburg kein Unbekannter, das Institut für Marketing und Stadtentwicklung mit Sitz in Aalen und Stuttgart hat schon mehrere Kommunen beraten, im süddeutschen Raum mittlerweile über 300 (siehe Text unten).

Mit Fragen wie „Wie groß ist das Geschäft? Wie zufrieden ist der Inhaber mit der Lage? Wie hoch ist die Miete? Wo kommen die Kunden her? Sind in der nächsten Zeit Veränderungen geplant?“ soll der Ist-Zustand ermittelt werden, um daraus eine Handlungsanweisung abzuleiten.

Herauskommen soll am Ende „kein Gutachten, sondern ein belastbares Konzept mit konkreten Maßnahmen, wie wir die Rahmenbedingungen an unserem Einzelhandelsstandort zukunftsfähig machen können“, schreibt Zimmermann in einer Pressemitteilung. Mit anderen Worten: Ziel sei es, herauszufinden „was Großbottwar braucht“.

In jüngster Zeit habe es in der Innenstadt einige Verschiebungen gegeben; so sind Geschäfte an einen anderen Standort umgezogen, während am alten Standort zum Beispiel Wohnraum vermietet wurde. „Wir haben einige Objekte, die jetzt anders genutzt werden“, sagt Zimmermann. Denn nicht überall sei Einzelhandel sinnvoll, man müsse auch Alternativen aufzeigen, zum Beispiel im Bereich Gastronomie oder Dienstleistung. Bei all dem sollen die Einzelhändler „mitgenommen“ werden, sagt der Bürgermeister. Das Büro Imakomm sichere den befragten Einzelhändlern „absolute Vertraulichkeit“ zu; niemand außer Imakomm erhalte Einblick in die detaillierten Angaben.

Neben den Befragungen sind auch Workshops und Vor-Ort-Begehungen geplant, einbezogen wird außerdem der Gemeinderat, denn, so Zimmermann, das Einzelhandelskonzept könne auch Auswirkungen auf die Stadtplanung haben. In einem guten halben Jahr werden erste Ergebnisse erwartet.

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