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Nächster Akt im Drama Höpfigheimer Bus

Stellungnahme der Stadt zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans des Landkreises Ludwigsburg

Höpfigheim ist immer noch nicht optimal an den ÖPNV angeschlossen.Archivfoto: Holm Wolschendorf
Höpfigheim ist immer noch nicht optimal an den ÖPNV angeschlossen. Foto: Holm Wolschendorf

Steinheim. Die SPD-Stadträtin Annette Grimm könnte inzwischen wahrscheinlich schon ein Buch über die Busverbindungen von und nach Höpfigheim schreiben, so lange kämpft sie schon für Verbesserungen, sei es bei der Anbindung an die S-Bahn nach Freiberg oder nach Steinheim. Seit mindestens 2006, so schätzt sie, fordern die Höpfigheimer eine bessere Abstimmung des Busses, der von Höpfigheim nach Steinheim fährt, und des Busses, der dann von Steinheim in Richtung Marbach fährt beziehungsweise von dort kommt. Die Linien verpassen sich um zwei Minuten. Wer von Höpfigheim kommt, muss in Steinheim deshalb 28 Minuten warten. Von Marbach her kommend sind zwei Minuten Umsteigezeit eingeplant. Vor allem in der Mittagszeit fährt den Schülern, die von Marbach her kommen, der Bus in Richtung Höpfigheim aber häufig vor der Nase weg. „Da entstehen gefährliche Situationen, weil die Schüler über den Kreisel spurten, um den Bus doch noch zu kriegen. Das ist eine schlimme Sache für die Eltern“, betonte der Höpfigheimer Ortsvorsteher Roland Heck in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, als die Stellungnahme der Verwaltung zum Nahverkehrsplan vorgestellt wurde. Deshalb soll untersucht werden, ob Höpfigheim über eine aus dem Bottwartal kommende Buslinie angebunden werden kann. Für Grimm ist auch die von den Freien Wählern vorgeschlagene Verbindung von Steinheim nach Winnenden und damit an die S-Bahn in Erdmannhausen eine Alternative.

Defizite gäbe es zudem, so der Grünen-Fraktionsvorsitzende Rainer Breimaier, spätabends. Von der S-Bahn in Marbach fahre um 0.05 uns 1.05 Uhr kein Bus mehr nach Steinheim und von Freiberg gebe es ab 20 Uhr keinen Anschluss mehr nach Höpfigheim. Auch nachmittags müsse man in Freiberg manchmal eine Stunde warten, um nach Höpfigheim zu kommen, so Annette Grimm.

Weitere Fahrtenpaare zwischen Steinheim und Höpfigheim, vor allem abends und am Wochenende, sind wie berichtet bereits genehmigt, aber noch nicht umgesetzt. Das größte Defizit sei jedoch, dass im Kapitel „Aussicht“ die Bottwartalbahn nicht aufgenommen worden sei. Dies müsse dringend noch passieren, so Breimaiers Antrag. „Nur die Busverbindung wird die Situation nicht entspannen, der Bus bietet zu wenig Anreiz, da er auch im Stau steht“, glaubt auch Annette Grimm.

Der Antrag der Freien Wähler zu einer Busverbindung nach Winnenden mit Linienstart in Höpfigheim und damit einer Haltestelle in der Rielingshäuser Straße wird derzeit geprüft. Begrüßt wird auch in Steinheim eine eventuelle Busspur zwischen Murr und Marbach.

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