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Schulen bleiben ab Montag geschlossen

Ab kommenden Montag wird es keinen Präsenzunterricht mehr geben. Foto: Andreas Becker
Ab kommenden Montag wird es keinen Präsenzunterricht mehr geben. Foto: Andreas Becker

Kreis Ludwigsburg. Nachdem die Bundesnotbremse am Donnerstag den Bundesrat passiert hat und durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier formal unterzeichnet wurde, wird das Gesetz voraussichtlich am heutigen Freitag in Kraft treten. Dies hat auch Folgen für den Landkreis Ludwigsburg.

Denn vor allem die Schulen werden nach einer Woche der teilweisen Öffnung ab Montag wieder in den Fernunterricht zurückkehren müssen. Wie Landrat Dietmar Allgaier auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt, wird die Vorgabe des Bundes umgesetzt, wonach der Präsenzunterricht bei einer Inzidenz ab 165 pro 100000 Einwohner entfallen muss. Aktuell liegt die Inzidenz bei 199,3.

Wie Allgaier ankündigt, wird der Landkreis spätestens am Samstag feststellen, dass der Kreis über dieser Grenze liegt. Damit können Grund- und alle weiterführenden Schulen ab Montag nicht mehr für den Präsenzunterricht öffnen. Auch die Berufsschulen bleiben geschlossen. Dies hat Andreas Moser, der geschäftsführende Schulleiter der Beruflichen Schulen im Landkreis Ludwigsburg bestätigt. „Selbstverständlich werden wir diese Entscheidung regelmäßig überprüfen und, wenn sich die Inzidenzwerte positiv verändern, anpassen“, so Moser.

Ausnahmen gelten wie bisher für die Abschlussklassen. Die Schulleitungen wurden nach unseren Informationen noch am gestrigen Nachmittag über die Entwicklung informiert. Zunächst war noch unklar geblieben, ob bereits am Montag oder erst am Dienstag die Schulen geschlossen werden, so der geschäftsführende Schulleiter der Ludwigsburger Gymnasien.

Entschuldigung vom Schulamt

Allerdings informierte die kommissarische Schulamtsleiterin Anita Kermisch dann in einem Schreiben an die Leiter der Schulen und der Schulkindergärten im Kreis, dass ab Montag auf Fernlernen umgestellt wird. In der E-Mail, die unserer Redaktion vorliegt, verweist sie darauf, dass der Kreis „den neuen Schwellenwert der Inzidenz auf jeden Fall überschreiten wird“. Deshalb werde ab Montag auf Fernunterricht umgestellt.

„Meine Bemühungen um eine frühzeitige Information an die Schulen sind nicht nur meinem gesunden Menschenverstand geschuldet“, so Kermisch, „sondern auch der Situation, die am letzten Wochenende durch meine Mitteilung an die Schulen entstand.“ Sie bedauere sehr, dass der Eindruck entstanden sei, „alle Schulen müssten eigene Entscheidungen treffen, ob die Schule in Präsenz oder im Fernlernen weiter geht“. Die kurzfristige Ankündigung hatte auch bei zahlreichen Bürgermeistern für erheblichen Ärger gesorgt. Unter anderem hatte sich Schwieberdingens Schultes Nico Lauxmann massiv beschwert. Aber Kermisch war es jetzt wichtig, die Schüler und Eltern so schnell wie möglich zu informieren, wie es am kommenden Montag weitergeht, wie sie am späten Abend mitteilte.

An Grundschulen wird die Notbetreuung stark nachgefragt. Auch bei den Kitas wird es analog zu den Schulen Einschränkungen geben. Ab einer Inzidenz von 165 müssen sie in den Notbetrieb.

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