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SG ist stärkste Fraktion in der deutschen EM-Auswahl

Bietigheim-Bissingen. Gleich zwei freudige Nachrichten für die Bietigheimer Handballerinnen innerhalb weniger Stunden: Gestern Vormittag nominierte Bundestrainer Henk Groener 18 Spielerinnen, darunter sechs von der SG BBM, für die Europameisterschaft. Am Nachmittag gab die dänische Regierung dann grünes Licht: Die EM kann vom 3. bis 20. Dezember in Herning und Kolding stattfinden.

Mit SG-Mannschaftskapitänin Kim Naidzinavicius (29 Jahre/112 Länderspiele/306 Tore), Xenia Smits (26/59/150), Julia Maidhof (22/6/15), Luisa Schulze (30/ 97/120), Antje Lauenroth (32/39/ 58) und Amelie Berger (21/26/47) stellt Bietigheim die stärkste Fraktion in der deutschen Auswahl.

Die Nominierung von Xenia Smits, die zuletzt im SG-Trikot immer stärker wurde, kam nicht unerwartet. „Aber sicher sein kann man sich zurzeit nie“, gibt die Rückraumspielerin zu bedenken. „Dafür sorgte schon der durch den positiven Coronatest bei unserem letzten Gegner Budapest ausgelöste Stress.“ Wie fragil die aktuelle Situation ist, wurde fürs das deutsche EM-Aufgebot zu Beginn des Vorbereitungslehrgangs in Frankfurt deutlich. Anstelle von Bundestrainer Groener, der sich in seiner holländischen Heimat in häusliche Quarantäne begab, wird zunächst Dortmunds Trainer André Fuhr das Training leiten.

Anfang Oktober bezwang die deutsche Mannschaft den Weltmeister Niederlande überraschend 27:25. Die Basis dafür legte der Bietigheimer Block, auf den Groener gesetzt hatte. „Manchmal ist es sinnvoll, den Vorteil einer eingespielten Formation zu nutzen“, bestätigt Xenia Smits.

Neben den sechs deutschen Akteurinnen sind drei weitere Bietigheimerinnen bei der EM in Dänemark am Ball. BBM-Kreisläuferin Danick Snelder ist die Kapitänin des Weltmeisters Niederlande, bei Norwegen steht Emily Sando im Tor und Dänemark setzt auf Rechtsaußen Trine Østergaard. Die frühere Bietigheimerin Fie Woller hat den Sprung in den dänischen EM-Kader dagegen verpasst.

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